Weitere Zoom-Abende zur Mennonitischen Familienforschung

WEIERHOF – Am Montag, dem 06.09.2021 von 19:30 – 21 Uhr ging es mit Prof. Mark Schweda und Dr. Merle Weßel, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, um Genetik und Genealogie. Fast 30 Teilnehmende informierten sich und diskutierten zu ethischen Fragen, die medizinische Forschung für mennonitische Gemeinschaften aufwirft, in denen Erbkrankheiten verbreitet sind. Genetiker interessieren sich zunehmend für Erbkrankheiten, die in abgeschlossenen Gesellschaften auftreten. Darunter sind täuferische Gemeinschaften, in denen es sorgfältig erarbeitete Stammbäume gibt, besonders aufschlussreich. Das birgt Chancen und Risiken. Forschungsergebnisse können zu Behandlungsmöglichkeiten führen, wie z.B. bei der Schwangerschaftscholestase. Sie können aber auch zu Konflikten in der Gemeinschaft führen und einzelnen Personen schwierige Entscheidungen abverlangen. Eine medizinethische Begleitung kann helfen, Entscheidungen sorgfältig abzuwägen und sozialen Druck zu mindern.

Am Montag, dem 04.10.2021 wird mit Freude erwartet, dass der 2. Vorsitzende des Mennonitischen Geschichtsvereins und frühere langjährige Leiter der Mennonitischen Forschungsstelle im Weierhof, Gary Waltner, zur Geschichte seiner Familie erzählt: Zwischen Hutterern und Amischen in Galizien, Amerika und Deutschland. Gary Waltner hat weltweite Kontakte und zahllose Besuchergruppen aus aller Welt auf dem Weierhof empfangen oder zu geschichtsträchtigen Täuferorten begleitet. Seine Vorfahren sind Hutterer und Amische aus Galizien, dem Land zwischen Ungarn, Polen und der Ukraine.

Künftige Termine:

Am Montag, 04.10.2021 mit Gary Waltner, 2. Vorsitzender des Mennonitischen Geschichtsvereins: Zwischen Hutterern und Amischen in Galizien, Amerika und Deutschland – der langjährige Leiter der Mennonitischen Forschungsstelle erzählt. Vortrag und Austausch.

Am Montag, 01.11.2021 mit Rosalind Beiler, Historikerin, Orlando, Florida, USA: “sich mit des Wiedertäufers vom Rinkweiler Hof Tochter verheiraten und daselbst häuslich niederlassen zu dürfen”: Nikolaus Stoltzfus aus Sachsen am 14. Januar 1744 an Herzog Christian IV von Zweibrücken. Vortrag und Austausch.

Am Montag, 06.12.2021 mit Prof. Angelica Boldt, Universidade Federal do Paranà, zur Erbkrankheit Zöliakie in Mennoniten-Gemeinschaften in Brasilien und zu Gesundheitsfolgen der Einwanderungswege. Vortrag und Austausch.

Am Montag, 03.01.2022 mit Erwin Wittenberg: Die bewegte und bewegende Geschichte seines Großvaters Erich Ewert – nach dem Kirchenbuch der Mennonitischen Gemeinde Preußisch Litauen und dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin-Dahlem. Vortrag und Austausch.

Weitere Infos und Anmeldung bei Elena Ruh: info@mennonitischer-geschichtsverein.de

MGV

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.