Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen in Deutschland kommen Mitte September in Berlin zusammen. Ein Höhepunkt der ökumenischen Begegnungen ist die Unterzeichnung der revidierten Charta Oecumenica am Dienstag, 15. September, um 18 Uhr in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale. Auch die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden (AMG) trägt die neue Fassung mit. Die AMG-Vorsitzende Doris Hege wird zur Unterzeichnung in Berlin sein.

Die Charta Oecumenica formuliert gemeinsame Verpflichtungen und Leitlinien für die ökumenische Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Europa. Die erste Fassung wurde 2001 verabschiedet. In der nun überarbeiteten Version wurden verschiedene Abschnitte konkretisiert und neue Themen aufgenommen. Nach Angaben von Doris Hege gehört dazu insbesondere ein ausführlicherer Abschnitt zu Jugend sowie zu Flucht und Migration.

Die Unterzeichnung findet im Rahmen mehrerer ökumenischer Treffen in Berlin statt. Vom 14. bis 16. September beraten zunächst die Geschäftsführenden der regionalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen. Am 16. und 17. September folgt die 259. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK).

Im Mittelpunkt stehen neben der Charta Oecumenica die weitere Entwicklung der ökumenischen Zusammenarbeit, aktuelle Herausforderungen für die Kirchen und die Zukunft der ACK. Beim Gottesdienst zur Unterzeichnung der Charta predigt Heinrich Bedford-Strohm, Moderator des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen.

Ein weiteres besonderes Ereignis ist die Aufnahme der Neuapostolischen Kirche als Vollmitglied der ACK. Dazu findet am 16. September ein Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Prenzlauer Berg statt.

Der Gottesdienst zur Unterzeichnung der revidierten Charta Oecumenica am 15. September um 18 Uhr in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale ist öffentlich.

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