Krieg anhalten – Zusammenhalt als Voraussetzung für Frieden

Am Mittwoch, 16. November 2022, um 18 Uhr, findet der zentrale Gottesdienst im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade 2022 in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin statt. Die Predigt hält in diesem Jahr Lydia Funck, Generalsekretärin des ökumenischen Netzwerkes Church and Peace. Der Liturgie stehen in multikonfessioneller Verbundenheit die evangelische Pfarrerin Kathrin Oxen (Pfarrerin der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche), der römisch-katholische Monsignore Dr. Hansjörg Günther (Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg – ÖRBB) und der orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland – ACK) vor. Für Grußworte werden von Gerry Woop, Staatssekretär für Kultur und Europa des Landes Berlin, und Arne Herz, Bezirksstadtrat Charlottenburg-Wilmersdorf, erwartet. Angesichts der aktuell über vierzig stattfindenden kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit steht die diesjährige ökumenische FriedensDekade unter dem Motto „ZUSAMMEN:HALT“.

„Diese Feier ist ein Ort für unsere Sehnsucht nach Frieden“, gibt der Vorsitzende der ACK, Erzpriester Miron, Einblick in die Vorbereitungen und fügt hinzu: „Wir erbitten und suchen Zusammenhalt unter uns, in der Gemeinschaft der Christinnen und Christen, in der Gemeinschaft der Völker dieser Erde, aller Religionen und Kulturen, damit Frieden keine Illusion bleibt, sondern Wirklichkeit werden kann.“

Der ökumenische Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wird durch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen gefeiert und gemeinsam vom ÖRBB, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirchen und der ACK vorbereitet. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Staats- und Domchor Berlin.

Ökumenische Friedensdekade 2022 unter dem Motto „ZUSAMMEN:HALT“

Zehn Tage am Ende des Kirchenjahres für den Frieden zu beten, über die Wege zum Frieden nachzudenken und Denkanstöße für die Gesellschaft zu geben – das ist seit über 40 Jahren das Anliegen der Ökumenischen FriedensDekade. Im Jahr 1980 war diese von engagierten Christinnen und Christen ins Leben gerufen worden, um für eine Umkehr zum Frieden zu werben und zu zeigen, wie militärische und kriegerische Gewalt Schritt für Schritt überwunden werden kann. Im Jahr 2022 fordert das Motto „ZUSAMMEN:HALT“ der FriedensDekade zu Zusammenhalt in Kirche und Gesellschaft auf und ruft zu einem unüberhörbaren „HALT!“ auf.

Lydia Funck, eine junge Stimme der historischen Friedenskirchen

Die Mennonitin Lydia Funck ist seit 2017 Generalsekretärin des europäischen ökumenisch-friedenskirchlichen Netzwerkes „Church and Peace e.V.“ und vertritt die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) in der Arbeitsgruppe „Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung“ der Vereinigung Evangelischer Freikirchen e.V. (VEF).

3 Kommentare zu Krieg anhalten – Zusammenhalt als Voraussetzung für Frieden

  1. Lenemarie Funck-Späth sagt:

    Liebe Lydia – das freut mich sehr – ich wünsche Dir Gottes GEleit.
    Gibt es eine Zoom-Übertragung?
    herzlichen Gruß, Lenemarie

  2. Gerhard Fellmann sagt:

    Gibt es von dem Gottesdienst in der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche eine Übertragung?

  3. mennonews.de sagt:

    Einen Bericht der Veranstaltung gibt es unter: https://www.mennonews.de/archiv/2022/11/19/den-traum-vom-frieden-durch-zusammenhalt-leben/
    Das Predigtmanuskript kann bei Lydia Funck angefragt werden.

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