Church and Peace beteiligt sich an der ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe 2022

Schwerpunkt auf Frieden, Gerechtigkeit und die Rolle der Kirchen

WETHEN – Church and Peace freut sich auf Gespräche und theologische Reflexion, auf Gemeinschaft und Gebet sowie auf die Entscheidungsfindung und das Handeln, wenn die weltweite ökumenische Familie vom 31. August bis 8. September 2022 in Karlsruhe zur Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zusammenkommt. Die Evangelische Landeskirche in Baden, Mitglied von Church and Peace, ist eine der gastgebenden Kirchen des höchsten Leitungsgremiums des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).

Verschiedene Programmpunkte laden Delegierte, Teilnehmende und Gäste ein, die weltweit vielfältigste christliche Versammlung und die Themen, die im Zentrum der ökumenischen Familie stehen, kennen zu lernen. Mitglieder und Freund*innen von Church and Peace sind an mehreren Veranstaltungen des Ökumenischen Begegnungsprogramm Frieden und Gerechtigkeit/ Ecumenical Encounter Place Peace and Justice beteiligt, der für alle (ohne Anmeldung) öffentlich zugänglich ist:

  • 2. September, 15-18 Uhr: Migration, Situation an den Grenzen Europas mit Fokus auf Lesbos (u.a. mit Jakob Fehr, Deutsches Mennonitisches Friedenskomitee/Ägäische Migrantensolidarität)
  • 5. September, 16-18 Uhr: Ressourcenknappheit und grüne Wirtschaft: Gerechte Verteilung der Ressourcen und der ÖRK (mit Kees Nieuwerth, stellv. Vorsitzender von Church and Peace, und Delegierten und ÖRK-Zentralausschussmitgliedern aus Afrika, Lateinamerika und Europa)
  • 5. September, 19-20:15 Uhr: Friedenstheologie und Politik der Gewaltlosigkeit in Zeiten des Krieges: Utopie oder Notwendigkeit? (mit Ana Raffai, RAND und Antje Heider-Rottwilm, Church and Peace-Vorsitzende)
  • 6. September, 14.00 Uhr: Sicherheit in Europa und Afrika neu denken (mit Kees Nieuwerth, Ralf Becker (Koordinator von Sicherheit neu denken in Deutschland), Marie-Noëlle Koyara (Vertreterin des Nationalen Rates für aktive Gewaltfreiheit in der Zentralafrikanischen Republik).
  • 6. September, 16-18 Uhr: Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen (u.a. mit Zaira Zafarana, Internationaler Versöhnungsbund)

Weitere Informationen über alle Ökumenischen Begegnungsorte mit einer Vielzahl von Veranstaltungen zu verschiedenen Themen – Frieden und Gerechtigkeit; Kampf gegen Rassismus; Umwelt und Schöpfung; Frauen, Männer, Familie und Geschlechtervielfalt; Gerechtes Wirtschaften; Ekklesiologie, Mission und Einheit der Kirche; Interreligiöser Dialog; Jugend; Musik – gibt es unter: https://www.karlsruhe2022.de/begegnungsprogramm

Der Brunnen, ein Workshop-Programm für registrierte Delegierte und Teilnehmende, bietet auch einen Workshop von Ana Raffai und Antje Heider-Rottwilm zum Thema Patriarchat und Gewalt gegen Frauen als Herausforderung für Theologie, Liturgie, Struktur und Leben von Kirchen und Glaubensgemeinschaften am Montag, 5. September, 17.00-18.15 Uhr.

„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!“, so lautete die Erklärung der ÖRK-Gründungsversammlung 1948 in Amsterdam, die in den folgenden Jahren die Weiterentwicklung des friedenskirchlichen Zeugnisses in Europa anstieß. Um die Beständigkeit dieser Botschaft im Gebet zu bekräftigen, wird eine Gruppe von Christen im Vorfeld der Vollversammlung ein Banner 480 Kilometer zu Fuß nach Karlsruhe tragen.

Im Jahr 2022 steht die Frage von Krieg, Frieden, Gerechtigkeit und der Rolle der Kirchen erneut auf der Tagesordnung. Delegierte, Beobachterinnen und Beobachter sowie Gäste aus traditionellen und neuen Friedenskirchen freuen sich darauf, über die vergangene und zukünftige Programmarbeit des ÖRK nachzudenken und die weltweite Kirche an den Aufruf zu Frieden und Gewaltfreiheit zu erinnern.

Aus Europa sind Mitglieder und Freunde von Church and Peace dabei: Kees Nieuwerth, Delegierter Rat der Kirchen in den Niederlanden, Quäker; Antje Heider-Rottwilm, Beobachterin Church and Peace, evangelisch; Davorka Lovrekovic, Beobachterin Friends World Committee for Consultation – EMES/Quäker; Gordon Matthews, Pax Christi Paderborn, Quäker; Prof. Dr. Fernando Enns, Delegierter Mennoniten Deutschland; Dr. Iris Speckmann, Delegierte Mennoniten Niederlande; Marijke van Duin, Beraterin Mennoniten Niederlande; N. N., Sekretärin der Community Peacemaker Teams Niederlande; Rachel Muirs, ÖRK-Kommission für Glauben und Kirchenverfassung/Britain YM/Quäker; Ann Riggs – ÖRK-Vollversammlungsplanungsausschuss/Quäker; Lydia Funck, Church and Peace-Generalsekretärin, Mennonitin; Karen Hinrichs, Friedensinstitut der Evangelischen Fachhochschule Freiburg; Doris Hege, Mennonitin Deutschland.

Ebenfalls öffentlich zugänglich ist das ökumenische Basisprogramm “Unser gemeinsames Haus – Casa Común” mit Veranstaltungen während der Vollversammlung. 

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