Per Zoom durch Monsheim

MONSHEIM – Am Pfingstmontag, dem 06.06.2022, führte Iris Merkel, Gästeführerin in Monsheim, bei einem Ortsrundgang per Zoom auf den Spuren der Täufer durch Kriegsheim und Monsheim, gefilmt von Astrid von Schlachta und begleitet von Andreas Fraund, dem Pastor der Mennonitengemeinde Monsheim.

Bereits 1601 wurden 66 Täufer in Kriegsheim gezählt, die nach dem 30jährigen Krieg durch Glaubensflüchtlinge aus der Schweiz verstärkt wurden. Auf dem Engelsberg gab es einen Mennonitenfriedhof, heute Standort der katholischen Kirche Kriegsheim. Das an der Pfrimm gelegene Gebetshaus wurde um 1820 wegen Baufälligkeit abgerissen und durch den Neubau einer Mennonitenkirche in Monsheim ersetzt. 1657 schloss sich ein Teil der Kriegsheimer Mennoniten den Quäkern an.

Zusammen mit Krefelder Quäkern und Mennoniten wanderten sie 1685 nach Pennsylvania aus. 1738 gab es die Familiennamen Boldt, Bäcker, Strohm, Kühn, Krämer, Janson, Müller und Hüthwohl in der Mennoniten-Gemeinde. Heinrich Strohm (1713-1797) und sein Sohn Peter (1741-1795) waren Müller auf der Mühle in Kriegsheim. Von Peter Strohms Kindern aus zwei Ehen blieb Elisabeth oo Christian Janson in Kriegsheim, die anderen wanderten nach Amerika, nach Bayern und nach Heppenheim aus. Kriegsheim war pfälzisch, das benachbarte Monsheim war leiningisch. Dort lebte ab 1725 der Mennonit Philipp Weber als Schlossmüller. 1743 zog Michael Kägys Witwe Anna Barbara Hiestand auf die obere Schlossmühle. Ihre Kinder heirateten in die Familien Galle, Strohm, Krehiehl, Finger und Möllinger. Die Familie Finger war in der Mennonitengemeinde Monsheim aktiv und besaß die obere Schlossmühle bis 1927. Um die Fahrzeiten zwischen den Orten zu überbrücken, hatte Iris Merkel eine umfassende Präsentation gemacht, die bei ihr erbeten werden kann, unter ismerkel@online.de. Astrid von Schlachta wird den Film schneiden, danach kann er bei ihr erbeten werden unter astrid.von-schlachta@posteo.de .

Am Montag, dem 04.07.2022 berichtet Jean Hege von Geisberg bei Wissembourg im Elsass über den Schafbusch von 1698 bis 2012. Der Hof ist schon früh von Täufern und Mennoniten bewohnt gewesen und seine Familie Hege hat dort 100 Jahre, von 1912 bis 2012, gelebt. Sie hat dabei zwei Weltkriege überstanden, die das Elsass verwüstet haben. Die Nachkommen sprechen nur noch französisch, aber Jean wird auf Deutsch vortragen.

Wie immer von 19:30 – 21 Uhr, Einwahl über https://www.mennonitischer-geschichtsverein.de/mennonitische-familienforschung-per-zoom/

Danach ist im August und September Sommerpause, Fortsetzung folgt am Montag, dem 03.10.2022.

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