Ausstellung: Multireligiosität und Multikonfessionalität in Worms

Foto: Schäfer &; Bonk

Eine Fortsetzung der Wormser Religionsgespräche von 2013 und 2016 war ursprünglich für April 2020 geplant, allerdings musste die Veranstaltung des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau und der Stadt Worms aufgrund der Pandemie ausfallen. Die damals geplante Ausstellung
„Multireligiosität und Multikonfessionalität in Worms und Rheinland-Pfalz“ wird nun in der Dreifaltigkeitskirche vom 11. Juni bis 15. August 2021 im Rahmen des Lutherjahres zu erleben sein.

Anknüpfend an die Religionsgespräche des 16. Jahrhunderts verfolgen die Religionsgespräche das Ziel, unterschiedliche religiöse Standpunkte in Dialog zu bringen und damit für gegenseitige Erkenntnis fruchtbar zu machen. Das passt auch zur Geschichte der Stadt Worms, die zwar in der
Reformation mehrheitlich lutherisch wurde, aber in der immer auch katholische, jüdische, reformierte und mennonitische Gemeinden zuhause waren. Später kamen andere christliche Freikirchen und muslimische Gemeinden hinzu. Im Land Rheinland-Pfalz verhält es sich ähnlich: Es
gibt über Jahrhunderte Erfahrung im Zusammenleben der Verschiedenen, sowohl in Konflikten als auch in Interesse und Respekt, und nur Letzteres hat die Stadt als Ganzes vorangebracht.

In 23 Tafeln erzählt die Ausstellung von religiösen Gemeinden in Worms und in Rheinland-Pfalz. Das Konzept stammt von Volker Gallé, die Texte von Ulrich Oelschläger, Präses der EKHN, Dompropst Tobias Schäfer, Pfarrerin Erika Mohri (Evang. Dekanat) für den Interkulturellen runden
Tisch, Pfarrer Andreas Kohrn (Mennonitengemeinde) für den Wormser Arbeitskreis christlicher Kirchen, Rabbiner Aharon Vernikovsky für die Jüdische Gemeinde sowie Anton Neugebauer und Alexander Wißmann für das Institut für geschichtliche Landeskunde. Es ist den Veranstaltern
bewusst, dass es neben den in der Ausstellung dargestellten Gemeinden weitere Gemeinden gibt sowie Bürgerinnen und Bürger, die keiner religiösen Gemeinschaft angehören. Insofern versteht sich die Ausstellung als ersten Schritt zu einem Überblick, der aber auch schon in der vorliegenden Form Einheit in der Vielfalt als Typus für Stadt und Land anschaulich macht.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitheft. Die grafische Umsetzung der Ausstellung stammt von der Wormser Agentur Schäfer & Bonk. Die Zugänglichkeit zur Ausstellung richtet sich nach den Öffnungszeiten der Kirche. Aufgrund der Pandemielage werden Besucherinnen und Besucher
gebeten, sich tagesaktuell zu informieren.

(Foto: Schäfer &; Bonk)