Mennonitischer Ökumenetag im Konfessionskundlichen Institut

BENSHEIM – Auf Einladung des Konfessionskundlichen Instituts (KI) kamen am 3. Juni die mennonitischen Delegierten in ökumenischen Beziehungen zum Mennonitischen Ökumenetag 2019 der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) im Wolfgang-Sucker-Haus zusammen. Zu den Teilnehmenden der jährlichen Konsultation dieser Ökumenebeauftragten gehörten neben anderen PDin Dr. Astrid von Schlachta, Vorsitzende des Mennonitischen Geschichtsvereins, Lydia Funck, Generalsekretärin von Church and Peace, Pastor Rainer W. Burkart, Träger des Menno-Simons-Predigtpreises 2018, und gastweise Pastor Bernd Densky, freikirchlicher Referent in der Ökumenischen Centrale der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK).

Unter Leitung der AMG-Vorsitzenden, Pastorin Doris Hege (Frankfurt am Main), wurde eine umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet. Dabei ging es u.a. um den Weltgebetstag der Frauen, das Täuferjubiläum 2025, die Weltversammlung von Religions for Peace (RfP) im August 2019 in Lindau, dieVorbereitung auf das Schwerpunktthema „Frieden“ der nächsten EKD-Synode, in die auch Vertreter*innen aus den historischen Friedenskirchen eingebunden worden sind, die Ökumenische Versammlung in Karlsruhe 2021 und den Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main im selben Jahr.

Freikirchenreferent Dr. Lothar Triebel, der schon um die Andacht zu Beginn des Arbeitstages gebeten worden war, stellte den Gästen nach deren Begrüßung durch die stellvertretende Leiterin des KI, Dr. Dagmar Heller, Geschichte und Gegenwart des KI, des Evangelischen Bundes und des Wolfgang-Sucker-Hauses vor. Seinerseits erfreute er sich der Gastfreundschaft der AMG-Ökumenebeauftragten, die ihn wie schon im Vorjahr in Frankfurt am Main an ihrer kompletten Sitzung teilnehmen ließen und ihm so die Möglichkeit gaben, den inner-mennonitischen Informationsaustausch mitzuerleben und die Fortschritte der Arbeit, aber auch die Schwierigkeiten dabei näher kennenzulernen.

Letzteres besonders bei dem Tagesordnungspunkt, der die zumeist pejorative Verwendung des Begriffs „Freikirche“ im aktuellen deutschen Sprachgebrauch problematisierte; vorläufiges Ergebnis der Diskussion war, dass der Begriff „Freikirche“ trotz dieser Probleme bis auf Weiteres wohl nicht ersetzbar ist. – Gespannt warten nun alle Beteiligten auf das Buch eines diesmal an der Teilnahme gehinderten Mitglieds dieser Konsultation, Prof. Dr. Fernando Enns: Er wird in absehbarer Zeit in der von der Präsidentin des Evangelischen Bundes und dem früheren KI-Leiter herausgegebenen Reihe „Kirchen der Gegenwart“ den Band über die Mennoniten veröffentlichen.

Gruppenfoto: R.Trabold/KI

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