Beim Zoomabend des Mennonitischen Geschichtsvereins (MGV) am 6. Juli 2026 berichtete Willi Ediger über die Geschichte seiner Familie. Sie führte von Westpreußen über die Kolonie Molotschna in der heutigen Ukraine nach Deutschland und Paraguay.

1943 flohen Edigers Großeltern mit ihrer Familie vor der sowjetischen Armee bis nach Dresden. Sein Vater Hans wurde im Zweiten Weltkrieg zum Militärdienst eingezogen und verlor mit 19 Jahren einen Unterschenkel. Nach dem Krieg arbeitete er beim amerikanischen Hilfswerk in der Mennonitengemeinde Krefeld und reiste 1948 mit der zweiten Fahrt der „Volendam“ nach Paraguay.

Edigers Mutter Elli Löwen stammte ebenfalls aus Molotschna. Sie wanderte 1947 mit der ersten Fahrt der „Volendam“ nach Paraguay aus. Dort lernte sie Hans Ediger kennen. Willi Ediger wurde 1950 in Paraguay geboren. 1953 kehrte die Familie nach Deutschland zurück.

Mit den beiden Fahrten der „Volendam“ kamen 1947 und 1948 insgesamt 3.996 Menschen nach Südamerika. Die Namenslisten befinden sich im Archiv des Mennonitischen Geschichtsvereins.

Nach dem Vortrag tauschten sich die Teilnehmenden über die vorgestellte Familiengeschichte aus. Die Aufzeichnung und weitere Informationen sind bei Willi Ediger unter WilliEdiger@gmx.de sowie bei Elisabeth Kludas unter elisabeth.kludas@t-online.de erhältlich.

Ein ausführlicher Bericht findet sich auf den Seiten des MGV https://www.mennonitischer-geschichtsverein.de/von-westpreussen-ueber-die-ukraine-und-paraguay-nach-deutschland/

Im August und September ist Sommerpause bei der Familienforschung. Am 5. Oktober 2026 berichtet Naemi Fast aus Frankenthal über die Geschichte ihrer Familie in Russland und die Aussiedlung nach Deutschland. Der Zoomabend findet von 19.30 bis 21 Uhr statt. Die Einwahldaten stehen unter:
https://www.mennonitischer-geschichtsverein.de/mennonitische-familienforschung-per-zoom/

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