Ökumenisch ist immer einiges in Bewegung. Und mittendrin: viele engagierte Mennonitinnen und Mennoniten aus der AMG. Sie trafen sich am 24. Juni online zum mennonitischen Ökumenetag zum Austausch und zur Abstimmung. Es folgen einige Eindrücke und die Einladung zur neuen Gruppe „Mennos in der Ökumene“ auf MennoCom.

Ein echtes Highlight war das Täuferjubiläum 2025. Viele berichten von intensiven Begegnungen, guter internationaler Vernetzung und einer starken ökumenischen Zusammenarbeit in der Vorbereitung und Durchführung. Besonders bemerkenswert: Der Blick ging nicht nur zurück auf die Geschichte, sondern bewusst nach vorn. Statt sich allein auf Märtyrererzählungen zu konzentrieren, stand die Frage im Raum: Was sind eigentlich die Herausforderungen, an denen wir heute gemeinsam als Kirchen arbeiten? Diese Perspektive hat viele angesprochen und wird weiter etwa durch bleibende Ausstellungen, die „gewagt“-Webseiten und religionspädagogisches Material (in Arbeit) wirken können.

Auch auf anderen Ebenen zeigt sich: Der ökumenische Dialog bleibt lebendig und herausfordernd. Die Reaktionen auf die EKD-Friedensdenkschrift haben deutlich gemacht, wie wichtig eine mennonitische Stimme in aktuellen Debatten ist. Der Austausch mit der EKD wird fortgesetzt, ein vertiefender Dialog ist bereits in Planung. Gleichzeitig stehen auch strukturelle Veränderungen in der Ökumene an, etwa innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), wo Kürzungen und Umstrukturierungen spürbar werden. Umso wichtiger ist es, dass wir als kleinere Kirche unsere Perspektiven weiterhin einbringen.

Die überarbeitete Charta Oecumenica (https://www.oekumene-ack.de/themen-materialien/charta-oecumenica/) wurde in einigen regionalen ACKs diskutiert. Während sie beim Ökumenetag als „zahmer“ als die ursprüngliche Version aus dem Jahr 2001 gesehen wurde, stellt dieses Konsenspapier für manche Mitgliedskirchen der ACK auch Herausforderungen durch „steile Thesen“ dar.

Ein Blick nach vorn lohnt sich ebenfalls: Der Kirchentag 2027 in Düsseldorf, das 25-jährige Jubiläum der Magdeburger Tauferklärung, das Jubiläum der Confessio Augustana im Jahr 2030 oder auch regionale ökumenische Initiativen bieten viele Anknüpfungspunkte. Und immer wieder stellt sich die gleiche Frage: Wie können wir uns als Mennonit*innen hier gut mit unseren Themen, Erfahrungen und Fragen einbringen?

Hier setzt eine neue Möglichkeit an: In der MennoCom-App gibt es nun eine eigene Gruppe „Mennos in der Ökumene“ für alle, die sich für Ökumene interessieren. Unabhängig davon, ob Interessierte bereits aktiv eingebunden sind oder einfach neugierig mitdenken möchten, soll die Gruppe ein Ort sein, um sich unkompliziert zu vernetzen, Informationen zu teilen, Fragen zu stellen und auch gemeinsame Initiativen zu entwickeln. Wer möchte, kann sich punktuell einbringen oder auch intensiver engagieren. Für Rückfragen oder bei Unsicherheit, ob die Gruppe passend ist, können sich Interessierte gern an Doris Hege (amg.doris.hege@mennoniten.de) wenden.

Ansonsten wird der Termin für den digitalen Mennonitischen Ökumenetag 2027 demnächst veröffentlicht. Herzliche Einladung auch dazu!

Interessierte können in der MennoCom-App vorbeischauen, der Gruppe „Mennos in der Ökumene“ beitreten und sich einbringen. Die Ökumene lebt davon, dass viele Stimmen gehört werden.

Mennos in der Ökumene Gruppe:
https://mennocom.communiapp.de/page/detail/tab/group-94467

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