Das ökumenisch besetzte Preiskomitee des Michael-Sattler-Friedenspreises bittet um Vorschläge für die Vergabe des Preises im Jahr 2027. Am 21. Mai 1527 ist der 500. Jahrestag der Hinrichtung Michael Sattlers und seiner Frau Margarethe. Sie wurden hingerichtet, weil sie der radikalen Reformation der Täufer*innen angehörten und sich nicht davon lossagen wollten.
Der Preis zeichnet Personen und Organisationen aus, die sich mutig und nachhaltig für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Die Auszeichnung bietet eine Plattform, weniger bekannte Gruppen oder Einzelpersonen zu würdigen und zu unterstützen. Vorschläge können bis zum 30. April 2026 eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Kriterien und Teilnahmebedingungen sind online abrufbar unter https://www.michael-sattler-friedenspreis.de/richtlinien/
Der Michael-Sattler-Friedenspreis wird seit 2006 vom Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee (DMFK) verliehen. Jüngste Preisträger waren 2025 die israelisch-palästinensische Organisation Comet-ME, die Solaranlagen in der Westbank installiert, um isolierten Dörfern Stromversorgung zu ermöglichen. 2012 wurde die kongolesische Gruppe LUCHA für ihren gewaltfreien Einsatz für soziale Gerechtigkeit in der Demokratischen Republik Kongo ausgezeichnet. 2016 wurde die Ekklesiyar Yan’uwa a Nigeria und deren „Christian and Muslim Peace Initiative“ für interreligiöse Friedensarbeit und deren Einsatz gegen islamistische Gewalt in Nigeria geehrt.
Vorschläge werden erbeten an: sattlerpreis@dmkf.de
