Gottesdienstfeiern in vielerlei Gestalt – wer nicht singen kann, der summt halt

Mittlerweile ist es in allen Bundesländern wieder möglich, unter Auflagen Gottesdienste in Kirchen und Gemeindehäusern zu feiern. Viele Gemeinden haben dazu eigene Schutzkonzepte erarbeitet, immer mit den örtlichen Begebenheiten, den Möglichkeiten und den jeweiligen Bestimmungen im Blick.

Aufgrund der Abstandsregelungen ist es aber vielerorts nicht möglich, die Gottesdienste in gewohnter Personenstärke zu begehen, so ist zum Beispiel in der Mennonitengemeinde Krefeld die Zahl der Gottesdienstbesucher auf 30 Personen begrenzt und deshalb eine vorherige Anmeldung erforderlich. In der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona findet auch ab dem 17. Mai wieder „regulärer Gottesdienst“ statt, die geltenden Regeln dazu sind übersichtlich auf der Gemeinde-Homepage aufgelistet. Unter der langen Liste heißt es: „Wenn ihr diese Anweisungen lest, werdet ihr euch bestimmt fragen, ob das überhaupt der gewohnte Gottesdienst sein kann? Nein, das wird er nicht, aber Gott wird in unserer Mitte sein und die Gemeinschaft wird auch mit Abstand spürbar sein.“

Menschen, die einer Risikogruppe angehören oder zur Zeit krank sind, sollen lieber zuhause bleiben, auch gibt es in der Regel keinen Kindergottesdienst. Das führt dazu, dass die in den letzten Wochen neu gestarteten Online-Angebote oftmals weiter betrieben werden. Ob in Hamburg oder z. B. auch in der Mennonitengemeinde München: für die Daheimgebliebenen gibt es eine Live-Übertragung des Gottesdienstes auf YouTube.

Auch in der Mennonitengemeinde Regensburg gibt es nun „hybride Gottesdienste“. Am 10. Mai kamen erstmals wieder ein gutes Dutzend Menschen mit Anmeldung und Mundschutz im Gemeindehaus zusammen, etwa doppelt so viele waren per Zoom zugeschaltet. Wilhelm Unger predigte hinter Plexiglas und es gab auch wieder eine Musikgruppe. Alle anderen konnten leider nur mitsummen.

Manche Gemeinden warten noch mit den Präsenzgottesdiensten und hoffen zunächst auf weitere Lockerungen. Die Mennonitengemeinde in Frankfurt plant im Moment, am Pfingstsonntag wieder persönlich zusammenzukommen.

Eine Möglichkeit, mit Mennoniten aus ganz Deutschland gemeinsam Gottesdienst zu feiern gibt es am 23. Mai im Rahmen des Virtuellen Gemeindetags. Der Stream dazu findet sich öffentlich zugänglich ab 19 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Hamburger Mennonitengemeinde.

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