Beim Familienforschungs-Abend des Mennonitischen Geschichtsvereins hat Manfred Sties am 2. Februar über den Staustenerhof bei Pirmasens in der Südwestpfalz berichtet, auf dem er nach eigenen Angaben als Jugendlicher häufig Ferien verbrachte. Der Hof gehörte ursprünglich zum Kloster Stürzelbronn auf der heutigen französischen Seite der Grenze.
In seinem Vortrag skizzierte Sties die Entwicklung des Hofes in großen Linien: Der Staustenerhof soll nach regionalen Überlieferungen seit etwa 1200 bestehen, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und später wieder aufgebaut. 1795 wurde der Hof in Oberhof und Unterhof geteilt und versteigert; im 19. Jahrhundert sind dort mennonitische Pächterfamilien nachweisbar. Ein Schwerpunkt lag zudem auf einzelnen Familienlinien und einem ungeklärten Schicksal um 1901, das in der Überlieferung der Hofgeschichte eine Rolle spielt.
Nach dem Vortrag, der mit Fotos von Personen und Orten ergänzt wurde, tauschten sich die Teilnehmenden aus und knüpften Kontakte.
Der vollständige Bericht mit weiteren Details und Namen steht auf der Website: https://www.mennonitischer-geschichtsverein.de/geschichtliches-vom-staustenerhof-bei-pirmasens/
Der nächste Familienforschungs-Abend findet am 2. März 2026 (19.30 bis 21 Uhr) per Zoom statt. Dann berichtet Herlinde Gebhard aus Spechbach über ihre Suche nach mennonitischen Verwandten in der Familie ihrer Großmutter. Informationen zur Einwahl stehen auf der Website des Mennonitischen Geschichtsvereins: https://www.mennonitischer-geschichtsverein.de/mennonitische-familienforschung-per-zoom/
