Radikale Reformation und protestantische Exklusivpartikel

Die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland lädt ein zu den Theologischen Studientagen 2020. Die Tagung vom 4. bis 8. Oktober geht der Entstehung und Rolle der Exklusivpartikel in den lutherischen Kirchen nach, skizziert täuferische Positionen, verfolgt die Entwicklung bis heute und fragt nach ihrem Stellenwert im ökumenischen Gespräch.

Die Referenten und Referentinnen beschäftigen sich 2020 mit Grundsätzen der lutherischen Reformation: Sola Scriptura: allein die Bibel ist Richtschnur des Glaubens. Solus Christus: allein der Kreuzestod Christi rechtfertigt den Menschen vor Gott. Sola Gratia: allein die Gnade Gottes wirkt die Rechtfertigung, nicht eigene Werke. Sola Fide: allein der Glaube führt dazu.

Teilen die Mennoniten mit den anderen Kirchen der Reformation die in diesen Exklusivpartikeln enthaltenen Überzeugungen? Täuferische Theologen des 16. Jahrhunderts standen den Sola-Formulierungen kritisch gegenüber. Sie entwickelten eigene von Luther und Zwingli deutlich unterschiedene reformatorische Lehre/n und Praxis. Vor allem missfiel ihnen die Reduzierung Christi auf ein Werkzeug der Rechtfertigung, demgegenüber betonten sie das Leben Jesu und sein Vorbild für die Nachfolge.

Als Referent*innen konnten Prof. Dr. Martin Hailer, Heidelberg, PD Dr. Astrid von Schlachta, Weierhof, Jan Lüken Schmid, Emden sowie Dr. Alejandro Zorzin, Göttingen, gewonnen werden. Tagungsort ist das Evangelische Bildungszentrum Hermannsburg.

Die Tagung wird entsprechend der dann geltenden Regeln zur Coronakrise durchgeführt. Je nach Verlauf der Krise muss die Tagung gegebenenfalls auch abgesagt werden.

Anmeldung und weitere Informationen unter https://www.mennoniten.de/studientage-2020/

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