Neuer Professor für Theologie der Friedenskirchen

HAMBURG – Seit dem 01.05.2018 hat Prof. Dr. Fernando Enns eine W3-Stiftungsprofessur (50%) für Theologie der Friedenskirchen im Angestelltenverhältnis inne. Die Professur hat zugleich Leitungsfunktion für die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen und ist eingebunden in eine Kooperation mit dem Fachbereich Evangelische Theologie sowie in die Pfarramts- und Lehramtsausbildung. Es handelt sich um die einzige Professur dieser Art im deutschsprachigen Raum – vergleichbar ist in Europa nur die Professur, die Enns in Amsterdam selbst innehat.

Prof. Dr. Fernando Enns hat 1992 sein Hochschulstudium der Theologie an der Universität Heidelberg abgeschlossen. Ebenda promovierte er 2003 mit einer Dissertation über die Rolle der Friedenskirche(n) in der Ökumene und habilitierte sich 2010 mit einer Schrift zum theologischen Friedenspotenzial und der Theologie der Friedenskirchen.

Enns ist der Universität Hamburg seit April 2006 als Universitätsdozent am FB Evangelische Theologie und als Leiter der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen verbunden. Seit Januar 2011 hat er zudem die Professur für (Friedens-)Theologie und Ethik an der Frije Universiteit Amsterdam inne.

Ein Kommentar zu Neuer Professor für Theologie der Friedenskirchen

  1. Karl Heinz Voigt sagt:

    Gratulation!! Ich freue mich, dass eine der traditionsreichen Minderheitskirchen auch in Deutschland einen Platz zur Teilonahme am wissenschaftlichen theologischen und ökumenischen Gespräch an einer staatlichen Universität gefunden hat.
    Für den auch konfessionsneutralen Staat, den Wissenschaftsrat, die Wissenschaftsministerien und die entsprechenden Institutionen muss es peinlich wirken, dass bisher keine Universität in Deutschland ein Institutut für “Geschichte und Theologie der Minderheitskirchen” geschaffen wurde und die Hamburger Einrichtung offensichtlich durch eine staatsunabhängige Stiftung erfolgen musste.
    Insorfern ist der Schritt auch ein politisches Zeichen.
    Ich freue mich darüber und wünsche eine für alle Kirchen gute Entwicklung.
    Karl Heinz Voigt

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