AUGSBURG – Nach den offiziellen Feierlichkeiten zu 450 Jahre Augsburger Religionsfrieden und 475 Jahre Lutherische Bekenntnisschrift Confessio Augustana (CA) wird am 11. / 12. November 2005 in Augsburg ein bemerkenswertes Gedenken durchgeführt: An diejenigen Täuferinnen und Täufer der frühen Reformationszeit, die in der Nachfolge Jesu Christi aus Glaubens- und Gewissensgründen das Töten in jeder Form ablehnten und lehrten, dass „rechtmäßig Krieg führen“ unchristlich sei – weshalb sie samt ihrer Lehre „verdammt“ wurden.

An diese Menschen soll erinnert und ihrer würdig gedacht werden, insbesondere wenn sie Opfer kirchlich-staatlicher Gewaltsamkeit wurden. Diesen Wegbereitern christlicher Gewaltlosigkeit kirchlichen Dank auszusprechen hält die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern (EAK) für überfällig: Wirkt doch ihr mutiges Zeugnis bis heute nach – in den historischen Friedenskirchen wie im Friedenshandeln der Volkskirchen. Letzteres wurde in der Vergangenheit oft vermisst und ist auch in der Gegenwart vielen Menschen nicht immer deutlich.

Nähere Einzelheiten zu Inhalt und Programm der Tagung finden sich unter www.ekd.de/eak/