Das restaurierte mennonitische Bethaus in Nowe Wymysle, dem früheren Deutsch-Wymyschle bei Plock, wird am 13. November 2026 als Museum eröffnet. Voraus geht am 9. November in Warschau eine internationale Tagung unter dem Titel „Mennoniten in Masowien – Identität und Geschichte“. Beide Veranstaltungen widmen sich dem mennonitischen Erbe der Region.
Die Tagung wird von der Christlichen Theologischen Akademie in Warschau, der Concordia University of Edmonton und dem Masowischen Museum in Plock veranstaltet. Colin Neufeldt aus Edmonton untersucht unter dem Titel „Der Preis der Kollaboration“ die Erfahrungen der Mennoniten in Nowe Wymysle in den ersten Monaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Marcin Hintz spricht über die mennonitische Friedensethik, Jerzy Sojka über Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen Lutheranern und Mennoniten. Weitere Beiträge behandeln die Herkunft der masowischen Mennoniten und die Geschichte ihrer Gemeinden.
Das Bethaus wurde mit öffentlichen Mitteln, darunter Fördergeldern der Europäischen Union, restauriert. Es gehört künftig zum Freilichtmuseum der Weichselsiedlung in Wiaczemin Polski, einer Außenstelle des Masowischen Museums in Plock. Ausstellungen, Bildungsangebote und kulturelle Veranstaltungen sollen dort das mennonitische Erbe und die Geschichte der sogenannten olendrischen Siedlungen vermitteln.
Die Tagung findet am Montag, 9. November, von 11 bis 15.30 Uhr in der Christlichen Theologischen Akademie, ul. Wladyslawa Broniewskiego 48 in Warschau, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen bieten die Einladung mit Tagungsprogramm und der Bericht zur geplanten Museumsnutzung auf Polnisch.
