Sozialethische Schriftenreihe zum 500. Jubiläum der Reformation

HANNOVER – Anlässlich des 500. Jubiläums der Wittenberger Reformation im Jahre 2017 bringen das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD und die Stiftung Sozialer Protestantismus eine Schriftenreihe heraus. Wichtige sozialethische Themen rund um die Reformation und ihre Wirkungsgeschichte werden behandelt, das Ereignis kritisch bilanziert und nach der aktuellen Bedeutung der Reformation für Gesellschaft und Politik gefragt.

Eines der Hefte, mit dem Titel „Revolution“, stammt aus der Feder von Prof. Dr. Hans-Jürgen Goertz, dem Herausgeber des fünften Bandes des Mennonitschen Lexikons (www.mennlex.de). Er schreibt in seiner Einleitung: „‚Reformation‘ mit ‚Revolution‘ in Verbindung zu bringen, ist in der breiten Öffentlichkeit nicht geläufig – auch nicht in den zahlreichen Äußerungen zur Vorbereitung des großen Reformationsjubiläums 2017.“ Dann entfaltet er auf 35 Seiten die „Problemgeschichte der Reformation“ vom Antiklerikalismus über den „Rebellen“ Martin Luther, von Thomas Müntzer als Prototyp eines Revolutionärs bis zu den Täufern zwischen revolutionärer Militanz und Friedfertigkeit.

Es sind bereits 15 Themenhefte erschienen, bis 2017 sind weitere geplant. Die bereits erschienen Broschüren der Reihe gibt es gedruckt beim Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD und als Download unter http://www.ekd.de/si/downloads/reformation_heute.html