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	<title>Mennonews.de  :=:  Mennonitische Nachrichten &#187; lwb</title>
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	<description>Neues über die Mennoniten und andere Freikirchen sowie aktuelle Themen</description>
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		<title>Lutheraner laden Mennoniten ein, in Stuttgart Vers&#246;hnung zu feiern</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 10:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mennonews.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchen & Freikirchen]]></category>
		<category><![CDATA[lwb]]></category>

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		<description><![CDATA[STUTTGART - Vom 20. bis 27. Juli 2010 ist die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes zu Gast in Deutschland. In diesem Rahmen wird es am Donnerstag, dem 22. Juli zum Abschluss des lutherisch-mennonitischen Dialogs zwischen der Mennonitischen Weltkonferenz und dem Lutherischen Weltbund zu einem offiziellen Akt kommen, dazu sind mennonitische G&#228;ste aus den Gemeinden herzlich willkommen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mennonews.de/wp-content/uploads/2010/06/stuttgart-logo.jpg"><img class="alignleft size-full  wp-image-1405" title="stuttgart-logo" src="http://www.mennonews.de/wp-content/uploads/2010/06/stuttgart-logo.jpg" alt="stuttgart-logo" /></a>STUTTGART &#8211; Vom 20. bis 27. Juli 2010 ist die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes zu Gast in Deutschland. 418 Delegierte aus 140 Kirchen werden in Stuttgart unter dem Motto &#8220;Unser t&#228;gliches Brot gib uns heute&#8221; zusammen kommen und &#252;ber die Geschicke des LWB beraten. Veranstaltungsort ist das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart. In diesem Rahmen wird es am Donnerstag, dem 22. Juli zum Abschluss des lutherisch-mennonitischen Dialogs zwischen der Mennonitischen Weltkonferenz und dem Lutherischen Weltbund zu einem offiziellen Akt kommen, dazu sind mennonitische G&#228;ste aus den Gemeinden herzlich willkommen!</p>
<p>Der Erzbischof von Canterbury wird morgens auf das Thema eingehen und nachmittags wird zwischen 16.30 bis 18.00 der Versammlung die Erkl&#228;rung zur Beschlussfassung vorgelegt. Die Erkl&#228;rung basiert auf der Arbeit der Internationalen lutherisch-mennonitischen Studienkommission, die von 2005 bis 2009 tagte. Der Bericht dieser Kommission mit dem Titel „Heilung der Erinnerungen, Vers&#246;hnung in Christus“ wird in Stuttgart ver&#246;ffentlicht werden. In der BR&#220;CKE 4/2010 wird ein Interview mit Rainer Burkart stehen, der Co-Vorsitzender der Studienkommission war.</p>
<p>Am 22. Juli ist um 18 Uhr ein 40-min&#252;tiger Bu&#223;-Gottesdienst angesetzt. Teilnehmen werden von mennonitischer Seite je Kontinent ein/e Vertreter/in: Danisa Ndlovu (Afrika, MWK Pr&#228;sident), Janet Plenert (Nord Amerika, Vize-Pr&#228;sidentin), Ernst Bergen (S&#252;d-Amerika, Schatzmeister), Mesach Krisetya (Asien, fr&#252;herer P&#228;sident) und Rainer Burkart (Europa, LWF/MWC Dialog Co-Vorsitzender) sowie Larry Miller (MWK-Generalsekret&#228;r).</p>
<p>Danisa Ndlovu wird f&#252;r die MWK auf die Vergebungsbitte antworten und ein Geschenk, das die Beziehung zwischen den beiden Kirchen symbolisiert, an den Lutherischen Weltbund &#252;berreichen. In dem Bu&#223;-Gottesdienst wirken von deutscher mennonitischer Seite u. a. auch Frieder Boller (Vorsitzender der AMG), ein mennonitisch-lutherischer Chor aus Ingolstadt und Wilhelm Unger mit einem Liedvortrag mit.</p>
<p>Es gibt zwei M&#246;glichkeiten, an diesem Ereignis teilzunehmen. Zum einen als Gast der Nachmittagsveranstaltung ab 16:30 bis ca. 19 Uhr. Nicht registrierte G&#228;ste nehmen auf dem Balkon Platz. Es besteht auch die M&#246;glichkeit, sich als Tagesgast anzumelden (mit Tagesgeb&#252;hr). Tagesg&#228;ste sitzen im Plenum unter den &#246;kumenischen G&#228;sten. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, melde sich bitte umgehend bei Anna Sorgius vom B&#252;ro der Mennonitischen Weltkonferenz AnnaSorgius (at) mwc-cmm.org. Sie wird dann die Gesamtzahl der mennonitischen Teilnehmenden an die lutherischen Gastgeber zu Planungszwecken weitergeben.</p>
<p>Weitere Informationen zur Veranstaltung auch unter <a href="http://www.lwb-vollversammlung.org">www.lwb-vollversammlung.org</a></p>
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		<title>Lutheraner und Mennoniten: Frieden als gemeinsames Anliegen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:22:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mennonews.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltweit]]></category>
		<category><![CDATA[lwb]]></category>

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		<description><![CDATA[BOGOTÁ - (LWI) LutheranerInnen und MennonitInnen der Region Lateinamerika und die Karibik haben sich im Rahmen einer regionalen Konferenz des Lutherischen Weltbundes (LWB), bei der eine mennonitische Delegation empfangen wurde, feierlich ihres gemeinsamen Engagements f&#252;r den Frieden in der Welt erinnert. Die Konferenz fand im kolumbianischen Bogotá statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1319" title="LACPAC-Mennos_01" src="http://www.mennonews.de/wp-content/uploads/2010/04/LACPAC-Mennos_01.jpg" alt="LACPAC-Mennos_01" width="301" height="140" />BOGOTÁ &#8211; (LWI) LutheranerInnen   und MennonitInnen der Region Lateinamerika und die Karibik haben sich im   Rahmen einer regionalen Konferenz des Lutherischen Weltbundes (LWB),   bei der eine mennonitische Delegation empfangen wurde, feierlich ihres   gemeinsamen Engagements f&#252;r den Frieden in der Welt erinnert. Die   Konferenz fand im kolumbianischen Bogotá statt.</p>
<p>Seit 1980 gibt  es lutherischerseits Bem&#252;hungen um engere Beziehungen zur   mennonitischen Tradition. Insbesondere geht es dabei darum, das   Bedauern &#252;ber die Verfolgungen zum Ausdruck bringen, deren Opfer   MennonitInnen und andere AnabaptistInnen auch auf lutherisches Betreiben   hin im 16. und 17. Jahrhundert waren.</p>
<p>An der Vorbereitenden  Konsultation zur LWB-Vollversammlung f&#252;r die  Kirchen in Lateinamerika  und der Karibik, in deren Rahmen auch eine  Kirchenleitungskonferenz  stattfand, nahm unter anderem eine Delegation  der Mennonitischen Kirche  Kolumbiens (IMCOL) teil. Bei der Tagung wurden  sowohl die leidvolle  Geschichte, von der die lutherisch-mennonitischen  Beziehungen gepr&#228;gt  sind, als auch die in den vergangenen Jahrzehnten  erzielten  Fortschritte im &#246;kumenischen Dialog thematisiert.</p>
<p>Anl&#228;sslich  seiner Tagung in Genf im Oktober 2009 hatte der LWB-Rat eine  Erkl&#228;rung  angenommen, in der Gott und die MennonitInnen um Vergebung  gebeten  werden f&#252;r „das Leiden, das unsere Vorfahren im 16. Jahrhundert  den  T&#228;ufern zugef&#252;gt haben, f&#252;r das Vergessen oder Ignorieren dieser   Verfolgung in den folgenden Jahrhunderten und f&#252;r alle unzutreffenden,   irref&#252;hrenden und verletzenden Darstellungen der T&#228;ufer und Mennoniten,   die lutherische Autoren bis heute in wissenschaftlicher oder   nichtwissenschaftlicher Form verbreitet haben“.</p>
<p>„Wir bitten  Gott, dass er unseren Gemeinschaften Heilung unserer  Erinnerungen und  Vers&#246;hnung schenken m&#246;ge“, so die Erkl&#228;rung weiter.</p>
<p>Im Rahmen  der lateinamerikanischen Vorbereitungstagung unterstrich Pfr.  Tomas  Orjuela, Pr&#228;sident der IMCOL, die Bedeutung des Zusammentreffens  am 14.  April. „F&#252;r uns als Mennoniten und Mennonitinnen besteht unser   Kompromiss darin, dem Herrn und unserem Land zu dienen“, so Orjuela. Als   eine der historischen „Friedenskirchen“ lehnen MennonitInnen den   Milit&#228;rdienst im Allgemeinen ab. Diese pazifistische Haltung wird   staatlicherseits h&#228;ufig mit Strafen geahndet. Orjuela begr&#252;sste die   lutherischen Initiativen als Zeichen der Demut.</p>
<p>Der  designierte LWB-Generalsekret&#228;r Pfr. Martin Junge &#228;usserte sich   ebenfalls zur lutherisch-mennonitischen Geschichte und zu dem   Vers&#246;hnungsakt, der anl&#228;sslich der Elften LWB-Vollversammlung im Juli   geplant ist. „Die Geschichte kann nicht ungeschehen gemacht werden. Wir   m&#252;ssen Verantwortung f&#252;r sie &#252;bernehmen und sicherstellen, dass sie  sich  nicht wiederholt“, so Junge, derzeit LWB-Gebietsreferent f&#252;r   Lateinamerika und die Karibik.</p>
<p>„Dem Frieden m&#252;ssen konkrete  Formen gegeben werden, so wie es heute  Nachmittag der Fall ist“,  betonte Jenny Neme, ein Mitglied der  mennonitischen Delegation, die f&#252;r  das christliche Zentrum f&#252;r  Gerechtigkeit, Frieden und gewaltloses  Handeln, JUSTAPAZ, t&#228;tig ist. Das  seit 1990 bestehende Zentrum hat sich  zum Ziel gesetzt, gegen die  Gewalt und soziale Ungerechtigkeit  anzugehen, unter der Teile der  kolumbianischen Bev&#246;lkerung leiden.  „Diese Vers&#246;hnungsakte sind ein  Zeugnis, das weit &#252;ber die Kirchen  hinaus Bedeutung hat, denn es spricht  die Sehnsucht der Menschheit nach  Frieden an“, so Neme weiter.</p>
<p>Der mennonitische Pfarrer  Ricardo Pinzón erkl&#228;rte vor den lutherischen  Teilnehmenden: „In einer  Welt der Globalisierung m&#252;ssen wir Frieden und  gewaltlose Initiativen  globalisieren. Ihr Beschluss er&#246;ffnet uns die  M&#246;glichkeit, auf  Vergebung und Vers&#246;hnung neue Hoffnungsszenarien  aufzubauen.“</p>
<p>Gemeinsam feierten LutheranerInnen und MennonitInnen einen  Gottesdienst,  in dessen Mittelpunkt eine Kerze stand, die die Farbe  Violett – zum  Zeichen der Busse – mit der Farbe Weiss – als Zeichen der  Freude der  Auferstehung – vereinte. Die Gottesdienstteilnehmenden  tauschten  geschwisterliche Umarmungen aus.</p>
<p>„Ich werde den  heutigen Tag und dieses Fest des Friedens nie vergessen“,  erkl&#228;rte Pfr.  Errol Inshanally, Pr&#228;sident der Evangelisch-Lutherischen  Kirche in  Guyana. Die Teilnehmenden stimmten spontan ein Lied basierend  auf den  Worten des 133. Psalms an: „Siehe, wie sch&#246;n und gut es ist,  wenn  Br&#252;der und Schwestern versammelt sind“.</p>
<p>Der Vorsitzende des  Zentralausschusses des &#214;kumenischen Rates der  Kirchen (&#214;RK) und  Kirchenpr&#228;sident der Evangelischen Kirche Lutherischen  Bekenntnisses in  Brasilien, Pfr. Dr. Walter Altmann, &#252;berbrachte die  Gr&#252;sse des &#214;RK und  stellte einen Bezug her zwischen dem Einsatz f&#252;r den  Frieden der Welt  und der vom &#214;RK initiierten „Dekade zur &#220;berwindung von  Gewalt: Kirchen  f&#252;r Frieden und Vers&#246;hnung“ (DOV). Altmann verwies auf  die  Internationale &#246;kumenische Friedenskonvokation, in deren Rahmen das  im  Verlauf der 2001 gestarteten DOV Erreichte gefeiert werden solle und   die 2011 in Kingston (Jamaika) stattfinden wird.</p>
<p>Die  LWB-Vorbereitungstagung beendete am Freitag, 16. April, ihre   Gesch&#228;ftssitzungen. Es nahmen etwa 50 Personen an der Tagung teil,   darunter 26 Delegierte aus den 16 LWB-Mitgliedskirchen in der Region   sowie VertreterInnen ihrer Missionspartner, &#246;kumenische G&#228;ste und   LWB-Mitarbeitende.</p>
<p><em>(Foto © IELCO/Luis Eduardo Ramirez)  Quelle:<a href="http://www.lwb-vollversammlung.org/experience/lwi-assembly-news/news-detail/article/246/8/"> LWB</a><br />
</em></p>
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		<title>LWB-Rat verabschiedet einstimmig Erkl&#228;rung, in der Mennoniten um Vergebung gebeten werden</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 06:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mennonews.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[lwb]]></category>

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		<description><![CDATA[GENF (LWI) – Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat eine Erkl&#228;rung verabschiedet, die als Vorbereitung dient f&#252;r Vers&#246;hnungsakte mit den t&#228;uferischen Kirchen. MWK-Generalsekret&#228;r Miller: MennonitInnen begr&#252;ssen Schritt in Richtung Vers&#246;hnung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mennonews.de/wp-content/uploads/2009/10/abstimmung.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1103" title="abstimmung" src="http://www.mennonews.de/wp-content/uploads/2009/10/abstimmung.jpg" alt="abstimmung" /></a>GENF (LWI) – Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat eine Erkl&#228;rung verabschiedet, die als Vorbereitung dient f&#252;r Vers&#246;hnungsakte mit den t&#228;uferischen Kirchen. Mit dieser Best&#228;tigung wird der Elften LWB-Vollversammlung, die im Juli 2010 in Stuttgart stattfinden wird, empfohlen, die Erkl&#228;rung „Beschlussfassung zum lutherischen Erbe der Verfolgung der ‚Anabaptisten’“ zu verabschieden.</p>
<p>In der Erkl&#228;rung wird „tiefes Bedauern und Kummer“ &#252;ber das Erbe der brutalen Verfolgung von T&#228;ufern ge&#228;ussert, insbesondere dar&#252;ber, dass lutherische Reformatoren diese Verfolgung mit theologischen Argumenten unterst&#252;tzten. In der Erkl&#228;rung werden „Gott und unsere mennonitischen Schwestern und Br&#252;der“ f&#252;r dieses Unrecht um Vergebung gebeten. Dies schliesst auch die Bitte um Vergebung daf&#252;r ein, dass LutheranerInnen diese Verfolgung vergessen oder ignoriert haben und T&#228;uferInnen weiterhin auf irref&#252;hrende und negative Weise beschrieben haben.</p>
<p>Die Erkl&#228;rung umfasst des Weiteren Verpflichtungen, wie die brutale Geschichte der Verfolgung durch LutheranerInnen im Lichte dieser Erkl&#228;rung in Zukunft erinnert und wie das konfessionelle Erbe der LutheranerInnen verstanden werden soll.</p>
<p>Dieser Beschluss des LWB-Rates basiert auf der Arbeit der Internationalen lutherisch-mennonitischen Studienkommission, die von 2005 bis 2009 tagte. Der Bericht dieser Kommission mit dem Titel „Heilung der Erinnerungen, Vers&#246;hnung in Christus“ wurde vom Rat, der der Kommission f&#252;r ihre „gr&#252;ndliche und wichtige Arbeit“ Anerkennung aussprach, entgegengenommen.</p>
<p>Auf Empfehlung des Programmausschusses f&#252;r &#214;kumenische Angelegenheiten beschloss der Rat, den Internationalen Lutherischen Rat (International Lutheran Council, ILC) &#252;ber den Bericht und die Erkl&#228;rung zu informieren. Weiterhin soll der ILC eingeladen werden, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ebenfalls sein Bedauern und seinen Kummer &#252;ber die Verfolgung der T&#228;uferInnen durch LutheranerInnen auszusprechen.</p>
<p>Fest und Andacht</p>
<p>Im Anschluss an die einstimmige Verabschiedung, begr&#252;sste Pfr. Dr. Larry Miller, Generalsekret&#228;r der Mennonitischen Weltkonferenz (MWK), den Beschluss. Die MWK-Vollversammlung im Juli 2009 in Asunción (Paraguay) hatte die Nachricht, dass die LutheranerInnen einen solchen Beschluss vorbereiten, freudig begr&#252;sst und versprochen, die LutheranerInnen in diesem Prozess zu begleiten. Miller merkte an, dass diese Bitte um Vergebung erfordere, dass auch die MennonitInnen sich &#228;nderten.</p>
<p>„Sie applaudieren nicht sich selbst“, so Miller. „Sie applaudieren der Gnade Gottes unter uns.“ MennonitInnen h&#228;tten von LutheranerInnen gelernt, „dass wir allein durch unseren Glauben gerechtfertigt sind, weil wir wissen, dass die Rechtfertigung nicht nur Beziehungen zwischen einem selbst und Gott, sondern auch Gemeinschaft von Kirchen herstellt.“</p>
<p>LWB-Generalsekret&#228;r Pfr. Dr. Ishmael Noko begl&#252;ckw&#252;nschte die Kommission zu ihrer Arbeit und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Vollversammlung in Stuttgart mit Blick auf die zu erwartende Verabschiedung des Beschlusses ein „Meilenstein sein werde“. „Unsere Kinder werden stolz sein auf diesen Tag“, betonte Noko. Er merkte an, dass LutheranerInnen und MennonitInnen bereits in der ganzen Welt zusammenarbeiteten und dass dieser Beschluss diese Zusammenarbeit auf eine neue Ebene heben werde.</p>
<p>Mit Blick auf die Vollversammlung in Asunción, an der auch der LWB-Generalsekret&#228;r und die Assistierende LWB-Generalsekret&#228;rin f&#252;r &#214;kumenische Angelegenheiten, Dr. Kathryn Johnson, teilnahmen, bemerkte Noko, „[wir] haben in Paraguay wie Kinder geweint als wir sahen, wie die Mennoniten und Mennonitinnen uns in die Arme schliessen w&#252;rden.“</p>
<p>Der Dialog- und Vers&#246;hnungsprozess begann 1980 als aus Anlass des 450. Jahrestages des Augsburger Bekenntnisses VertreterInnen von mennonitischen Kirchen die Frage aufwarfen, wie sie in die Feiern einstimmen sollten, wo doch das gefeierte Dokument die anabaptistischen und die eigenen Lehren ausdr&#252;cklich verurteilte.</p>
<p>1980 brachte das LWB-Exekutivkomitee sein Bedauern zum Ausdruck &#252;ber den Schmerz und das Leid, das die Verurteilungen ausgel&#246;st hatten, und rief die LWB-Mitgliedskirchen auf, „unser gemeinsames lutherisches Erbe in Dankbarkeit und Busse zu feiern.“</p>
<p>Im Jahr 2002 gr&#252;ndete der LWB-Rat zusammen mit der MWK die Internationale lutherisch-mennonitische Studienkommission.</p>
<p>W&#228;hrend ihrer Beratungen wurde der Kommission bewusst, dass die Geschichte der Verfolgung immer wieder ihre Bem&#252;hungen um theologische Diskussionen st&#246;rte. Gemeinsam die Geschichte zu erz&#228;hlen, w&#228;re an sich schon ein Akt der Vers&#246;hnung, so ein Ergebnis der Kommissionsarbeit.</p>
<p><em>(Foto: Der Rat bei der Abstimmung, © LWF/ H. Putsman Penet)</em></p>
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