Die Bedeutung der lutherisch-mennonitischen Versöhnung

„Heilung der Erinnerungen“ – Gerade ist die Neuauflage der Texte der Internationalen lutherisch-mennonitischen Studienkommission (Mennonitische Weltkonferenz und Lutherischer Weltbund) in der deutschen Fassung erschienen. Das Neue daran sind wichtige Ergänzungen, wie z.B. von der Versöhnungsfeier in Stuttgart 2010, der Schlussbereicht der Task-Force des Lutherischen Weltbundes, die vor allem an der Thematik „Kirche und Staat“ bzw. „Friedenszeugnis“ weitergearbeitet hat. Spannend darin ist ein konstruktives „Streitgespräch“ zwischen dem auch bei Mennoniten durch seine frühere Tätigkeit als Pastor der Münchner Mennoniten nicht unbekannten lutherischen Ökumeniker Michael Martin (München) und dem mennonitischen Historiker John D. Roth (Goshen, USA).

Der Band wird wertvoll ergänzt von Texten aus verschiedenen Teilen der Welt, die davon berichten, welche Auswirkungen die Gespräche zwischen beiden Konfessionen und vor allem der Versöhnungsakt von 2010, in unterschiedlichen Ländern haben.

Auch wenn viele den mittlerweile in deutscher Sprache längst vergriffenen ersten Teil vielleicht bereits besitzen, ist dieser Band mit seinen 223 Seiten nun eine interessante und wichtige Ergänzung, der einen schönen Einblick gibt, wie solche Dialoge weitergehen und weiterwirken.

Herausgeber sind der Lutherische Weltbund und die Mennonitische Weltkonferenz. Gedruckt wurde es bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig ISBN 978-3-374-04733-8

Zu bestellen bei der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen, Sedanstraße 19, 20146 Hamburg, E-Mail: friedenskirchen@theologie.uni-hamburg.de (Tel. 040 42838 3780) Auch erhältlich am BRÜCKE-Stand beim Gemeindetag in Regensburg.