Deutsche Mennonitin wird Generalsekretärin von Church and Peace

SCHÖFFENGRUND – Das europäische ökumenische Netzwerk Church and Peace hat Lydia Funck zur neuen Generalsekretärin ab 1. April 2017 berufen. Lydia Funck, Mitglied der Mennonitengemeinde Bad Königshofen, hat zu Beginn des Jahres ihr Studium der Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg mit dem Masterabschluss beendet.

Seit November 2015 vertritt sie die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) in der Arbeitsgruppe „Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung“ der Vereinigung Evangelischer Freikirchen e.V. (VEF) und ist seit September 2012 Mitglied von MEET (More Ecumenical Empowerment Together), einem ökumenischen Netzwerk junger Menschen in Deutschland. Bei der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Busan, Südkorea im Jahr 2013 war sie Delegierte der AMG.

Zu ihrer Ernennung sagt sie:

„Ich freue mich sehr, in einem Netzwerk von Menschen arbeiten zu können, die aufgrund ihrer Glaubensüberzeugung Friedensarbeit leisten, die Friedenstheologie und -praxis verknüpfen und Jesu Einladung zu Gewaltfreiheit und Feindesliebe leben. Gerne lasse ich mich von den unterschiedlichen neuen Aufgaben und Themen herausfordern, zu denen gehört, die Mitglieder des Netzwerks zusammenzubringen sowie den Dialog mit den Kirchen über Gewaltfreiheit und das Konzept des ‚gerechten Frieden‘ fortzuführen. Sicher werde ich oft Gelegenheit haben, von Initiativen Einzelner wie von Kirchen und Organisationen zu lernen und von ihrem Ringen und ihren Hoffnungen zu erfahren.

Ich möchte die ökumenische Energie spüren, die Menschen unterschiedlicher Herkunft über Jahrzehnte ermutigt hat, sich für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Dies einer jüngeren Generation zugänglich zu machen, ist mein Wunsch. Es ist höchste Zeit, dass Christinnen und Christen in ganz Europa in ihrem Streben und Engagement für den Frieden sichtbarer und hörbarer werden. Ich freue mich darauf, eine führende Rolle bei dieser Aufgabe zu haben, und Einzelne und Gruppen zu treffen und mit ihnen zu arbeiten, die inspiriert sind von der Vision einer Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit.“

Die Church and Peace-Vorsitzende Antje Heider-Rottwilm freut sich über die Wahl: „Mit ihrem mennonitischen Hintergrund kommt Lydia Funck aus der Tradition einer historischen Friedenskirche. Sie hat die Chancen ergriffen, wichtige Erfahrungen in der deutschen und weltweiten Ökumene zu sammeln. Ich bin überzeugt, dass ihre persönlichen wie auch ihre akademischen Erfahrungen dem europäischen Netzwerk Church and Peace Inspiration und Kraft geben werden – und den Einsatz und das Engagement junger Menschen für ein ökumenisches, gewaltfreies Gesicht der Kirche stärken werden.“