Freikirchen würdigen Merkels humanitäre Flüchtlingspolitik

WUSTERMARK – Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat Angela Merkel ermutigt, ihre Flüchtlingspolitik der Humanität fortzusetzen. In seinem Brief an die Bundeskanzlerin betonte VEF-Präsident Ansgar Hörsting, die mit dem Zuzug so vieler Menschen verbundenen Herausforderungen dürften nicht dazu führen, dass man sich gegen das berechtigte Grundbedürfnis der Asylsuchenden nach Sicherheit, Schutz und Würde verschließe. Im Einsatz für das Wohl der Flüchtlinge seien die Freikirchen schon jetzt sehr aktiv. Sie würden die Politik nach ihren Möglichkeiten auch weiterhin in dieser großen Aufgabe unterstützen, so Hörsting.

Im Namen der Freikirchen dankte Hörsting der Bundeskanzlerin für ihre Zuversicht, ihre Haltung und ihre Wortwahl in der Flüchtlingspolitik, die eine angemessene Ausrichtung und Zielvorgabe seien: „So wie Sie sehen wir die Not der Menschen, die zu Recht in Europa nach Asyl fragen – um ihrem Leben einen Ort zu geben, der sie in ihrer Existenz schützt. Wie sonst wollen wir unsere Werte von Humanität und Würde behaupten, wenn wir sie nicht in Belastungsproben mit Leben füllen?“ Natürlich löse die „gänzlich neue Situation“ auch Unsicherheiten aus, so Hörsting weiter. Die Frage, wie das „gesellschaftliche Miteinander friedlich und zum Wohle aller gestaltet werden“ könne, dürfe man aber nicht beantworten, indem man Asylsuchenden humanitäre Grundrechte verweigere. Überhaupt sei es weder ratsam noch nötig, die Anliegen der deutschen Bevölkerung und der Flüchtlinge gegeneinander auszuspielen: Die in der Flüchtlingshilfe zum Ausdruck kommende „Grundhaltung der Menschlichkeit ist dieselbe, die auch die Probleme und Nöte der hiesigen Bevölkerung aufnimmt.“

Auch auf die in der gesellschaftlichen Debatte häufig gestellte Frage, welchen Flüchtlingszuzug Deutschland verkraften kann, ging der VEF-Präsident ein. Darüber müsse man reden, damit eine positive Grundhaltung erhalten bleibe, so Hörsting: „Das ist eine schwere Debatte, die wir positiv, menschenfreundlich und unterstützend führen wollen.“ Dabei sei es die gemeinsame Aufgabe der Politik und der Kirchen, in der Bevölkerung dafür zu werben, nicht den Sorgen das letzte Wort zu geben, sondern mit Zuversicht und beherzt auf Flüchtlinge zuzugehen: „Herzlich gerne wollen wir uns dabei engagiert einbringen und im Vertrauen auf Gott und in Verantwortung vor den Menschen helfen so gut wir können, damit der gesellschaftliche Frieden bewahrt werden kann und Menschen auf der Flucht bei uns Schutz finden können.“

vef