Menno-Simons-Predigtpreis für Carmen Rossol

rossolHAMBURG – Der Menno-Simons-Predigtpreis des Jahres 2014 geht an Carmen Rossol, Pastorin der Mennonitengemeinde Weierhof in der Pfalz. Die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen im Fachbereich Theologie der Universität Hamburg verleiht Carmen Rossol den Preis für ihre Themen-Predigt zu den Propheten, die sie im Rahmen eines Wochenendes mit Teenagern hielt. Eine Frage, die bis in die gegenwärtigen Situationen der Ungerechtigkeit und der Gewalt reicht, wie z. B. in Syrien: Wo sind die Menschen mit prophetischer Berufung? Die politische Theologie wird hier zum Angebot der Lebensorientierung in schwierigen Zeiten, nicht nur für junge Menschen. Mit einem motivierenden Rückblick auf die Propheten der Bibel wird neue Hoffnung geweckt für mutiges Reden, wo Unrecht herrscht, aber auch als Trost, wenn eigene Zweifel fragen lassen, ob ich wohl selbst prophetisch handeln sollte.

Die prämierte Predigt wird am Sonntag, den 7. September 2014 um 11 Uhr, im Gottesdienst der Mennonitenkirche Hamburg-Altona zu hören sein. Im Anschluss findet die öffentliche Preisverleihung statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Carmen Rossol (*1954) studierte am Theologischen Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Hamburg. Hier war sie auch immer wieder Gasthörerin am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg. 1979 wurde sie zur Pastorin des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden ordiniert und wirkte in Kiel, Trossingen, Gummersbach und Hannover. Ab 2007 nahm sie zusätzlich die Tätigkeit als Heilpraktikerin für Klassische Homöopathie auf. 2009 wurde Pastorin Rossol in die  Mennonitengemeinde Weierhof in Bolanden/Pfalz berufen. Carmen Rossol ist verheiratet, hat drei Kinder und bereits zwei Enkelkinder.

Mit dem Menno-Simons-Predigtpreis sollen Predigten angeregt und gewürdigt werden, die das biblische Zeugnis im Licht der täuferisch-mennonitischen Tradition zur Sprache bringen. Im Horizont gelebter Ökumene sollen sie friedenskirchliche Orientierungen fördern sowie durch Glaubwürdigkeit überzeugen, um spirituelle Stärkung bieten zu können. Ferner sollen die Predigten zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit anderen Konfessionen sowie mit aktuellen Fragen des öffentlichen Lebens anregen.

Der Preis wurde von Dr. h.c. Annelie Kümpers-Greve (Mennonitengemeinde Hamburg) gestiftet und ist mit Euro 2.000 dotiert. Zur Hälfte geht der Betrag an die Preisträgerin, zur anderen Hälfte an ihre Kirchengemeinde, um wissenschaftlich reflektierte Bibelarbeiten im Wirkfeld der Predigenden zu fördern.

Die Jury umfasst mennonitische TheologInnen und Historiker. Vorsitzender ist der Leiter der Arbeitsstelle Prof. Dr. Fernando Enns, als externer Gutachter fungiert Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann (Praktische Theologie, Universität Hamburg). Weitere Mitglieder der Jury: Pastorin Christina Duhoux (NL), Pastorin Birgit Foth (Ludwigshafen), Prof. Dr. Hans-Jürgen Goertz (Hamburg), PD Dr. Moisés Mayordomo (Bern, CH), Gundolf Niebuhr (Paraguay).