Hilfe für die indigene Gemeinschaft von Cayin o’Clim

imo BONN -  Im November kommt Heinrich Dyck aus Paraguay nach Deutschland, um über ein neues Hilfsprojekt im Chaco zu berichten. Er kann von Gemeinden noch zu Terminen eingeladen werden.

In diesem Jahr ist Paraguay wohl allen Mennoniten ein Begriff geworden, hat dort doch im Sommer die 15. mennonitische Weltkonferenz stattgefunden. Die Besucher sind beeindruckt gewesen von dem Land und von den Leuten, von dem Wohlstand, in dem die Mennoniten dort dank ihrer Arbeit inzwischen leben können, und von der Armut der ländlichen Bevölkerung, der Indigenas und der Latinos, besonders aber auch von den vielen sozialen Projekten, in denen sich die mennonitischen Gemeinden und Organisationen in Paraguay engagieren.

Die indigenen Gemeinschaften im Chaco werden von ASCIM (www.ascim.org) betreut. Aber viele indigene Familien leben nicht in diesen Gemeinschaften, sondern siedeln sich am Rand der Koloniestädte an in der Hoffnung, in der Kolonie Arbeit zu finden. Die Situation in diesen Ansiedlungen ist aufgrund der Überbevölkerung dramatisch. Es gibt nicht genug Arbeit, nur unzureichende Wasserversorgung, wenig Platz, keine Möglichkeit für die Selbstversorgung z.B. etwas Gemüse anzubauen.

Jetzt hat sich die Kolonie Neuland dazu entschlossen, indigenen Familien aus Cayin o’Clim, der Ansiedlung am Rand von Neuhalbstadt, eine Möglichkeit zu geben sich auf einem Areal von 4.500 ha anzusiedeln, um dort Landwirtschaft zu betreiben. Begleitet werden sollen diese Familien durch ein Programm integrierter ländlicher Entwicklung, in dem sie Beratung und Befähigung in allen Lebensbereichen erhalten: in der Selbstverwaltung, der landwirtschaftlichen Produktion, im Aufbau von Infrastruktur (Schule, Krankenstation, Gemeinschaftszentrum, Straßen und Wege), im Bildungs- und Gesundheitsbereich.

Vom 2. bis 24. November wird Heinrich Dyck aus Neuland, jahrelang Präsident der Kolonie (Oberschulze), in Deutschland sein, um über dieses Projekt zu berichten und nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Dabei hat er auch großes Interesse daran, das Projekt in mennonitischen Gemeinden vorzustellen.

Die IMO weist darauf hin, dass interessierte Gemeinden Heinrich Dyck auch noch kurzfristig  zu einem Bericht einladen können. Er kommt gerne in einen Gottesdienst, in eine Gemeindeveranstaltung, in einen Hauskreis oder zu einem extra Termin. Auch Gespräche im kleinen Kreis mit Interessierten sind erwünscht. Wer im November noch Platz im Terminkalender hat, wird gebeten, sich bei der IMO zu melden.

Information und Anfragen an Rainer Wiebe, (IMO-Vorsitzender) wiebebonn@aol.com
Tel. 0228 9875 101, http://www.imo-info.net